Fester Preis
Warum Sie die Zahl vorher bekommen und nicht hinterher
Die häufigste Frage in einem ersten Gespräch ist nicht, wie die Seite aussehen soll. Sie lautet: Was kostet das? Und die zweithäufigste ist die eigentlich interessante: Woher wissen Sie das jetzt schon? Dieser Beitrag beantwortet beide, in der Reihenfolge, in der sie normalerweise kommen.
Was ist an einem Stundensatz das Problem?
KURZEr verschiebt das Risiko auf Sie. Wenn ich mich verschätze, zahlen Sie die Differenz.
Ein Stundensatz klingt fair, weil er nach Genauigkeit klingt: bezahlt wird, was gearbeitet wurde. In der Praxis heißt das aber, dass niemand vorher weiß, was am Ende auf der Rechnung steht. Sie können die Summe nicht planen, nicht in ein Budget schreiben und niemandem im Betrieb vorlegen.
Dazu kommt ein Nebeneffekt, den ich unangenehm finde: Wenn jede Stunde zählt, kostet auch jede Rückfrage. Dann überlegt man zweimal, ob man anruft, und genau das ist der falsche Anreiz. Eine Website wird gut, wenn viel gefragt wird, nicht wenig.
| Frage | Stundensatz | Fester Preis |
|---|---|---|
| Wer trägt es, wenn es länger dauert? | Sie | Ich |
| Was kostet eine Rückfrage? | Zeit, also Geld | Nichts |
| Was wissen Sie, bevor es losgeht? | Einen Satz pro Stunde | Die Summe |
Und was kostet der feste Preis mich?
KURZDie Schätzung. Wenn ich falsch liege, ist das mein Problem, und das ist auch richtig so.
Ich bin derjenige, der das Handwerk kennt. Ich kann einschätzen, wie lange eine Seite mit fünf Unterseiten braucht, und Sie können das nicht. Es wäre eine seltsame Arbeitsteilung, wenn ausgerechnet Sie für meine Fehleinschätzung geradestehen.
Das hat eine Folge, die Sie merken werden: Ich frage vorher mehr. Ein festes Angebot zwingt mich, die Seite einmal komplett im Kopf zu bauen, bevor ich eine Zahl nenne. Diese halbe Stunde Nachdenken ist der Grund, warum es später keine Überraschung gibt.
Wer eine Zahl nennt, muss vorher wissen, wovon er redet.
Warum kostet das Angebot nichts?
KURZWeil Sie für eine Entscheidungsgrundlage nicht bezahlen sollen. Bis zum Angebot kostet Sie nichts, auch das Gespräch nicht.
Sie erzählen mir, was Sie vorhaben. Ich schaue mir an, was Sie heute haben, stelle ein paar Fragen und schreibe Ihnen danach ein Angebot mit festem Umfang und festem Preis. Wenn Sie es nicht annehmen, war das für Sie ein Gespräch und sonst nichts.
Das ist keine Großzügigkeit, sondern Kalkulation. Ich will lieber zehn Gespräche führen und drei davon bauen, als jemanden mit einer Rechnung für ein Angebot zu verärgern, das er am Ende nicht wollte.
Was bewegt den Preis?
KURZVor allem vier Dinge: der Umfang der Seite, ob Bilder und Texte schon da sind, was die Seite können soll, und was danach passieren soll.
Diese vier stehen mit Erklärung auf der Seite Website erstellen lassen, deshalb kürze ich hier ab. Der Punkt für diesen Beitrag ist ein anderer: Alle vier sind Dinge, die Sie beantworten können, ohne irgendetwas von Technik zu verstehen. Genau deshalb funktioniert das Verfahren.
Was den Preis dagegen nicht bewegt, ist die Frage, wie viele Stunden ich brauche. Ob ich einen Abschnitt zweimal verwerfe, weil er mir nicht gefällt, geht Sie nichts an. Das ist mein Anspruch und nicht Ihre Rechnung.
Was ist nicht drin?
KURZAlles, was nicht im Umfang steht. Zwei Änderungsrunden sind eingeplant und enthalten.
Ein fester Preis heißt nicht, dass alles auf ewig inklusive ist. Er heißt, dass schriftlich steht, was gebaut wird, und dass diese Summe hält. Die Grenze verläuft ungefähr hier:
- Im Preis: die Seiten, die im Angebot stehen, ein Kontaktformular, Impressum und Datenschutz, die Einrichtung, damit die Seite online geht, und zwei Änderungsrunden.
- Kommt obendrauf: Terminbuchung, mehrere Sprachen oder ein Bereich, den Sie selbst pflegen wollen. Das sind eigene Leistungen mit eigenem Aufwand.
- Kommt darauf an: Texte und Bilder. Ist Material da, geht es schnell. Muss alles neu entstehen, steckt darin Arbeit, und die steht dann auch im Angebot.
Die Änderungsrunden sind der Teil, nach dem am häufigsten gefragt wird. Zwei sind eingeplant. Sie sehen früh etwas Echtes statt Folien, sagen mir, was Ihnen nicht gefällt, und dafür sind die Runden da. Wer nach der zweiten Runde noch dreimal alles umwerfen will, redet über ein anderes Projekt.
Und wenn sich mitten im Bau etwas ändert?
KURZDann bekommen Sie ein zweites Angebot für den neuen Teil. Der alte Preis bleibt, was er war.
Das ist der Fall, vor dem die meisten Sorge haben, und er ist der harmloseste. Wenn Sie nach dem ersten Entwurf merken, dass Sie doch eine Seite für offene Stellen brauchen, dann ist das eine gute Nachricht: Sie haben früh gemerkt, was fehlt. Ich sage Ihnen, was dieser Teil zusätzlich kostet, und Sie entscheiden.
Was in diesem Moment nicht passiert, ist eine Diskussion darüber, ob das nicht eigentlich schon im ursprünglichen Auftrag enthalten war. Genau dafür steht der Umfang schriftlich da. Ein Angebot ist kein Misstrauen, es ist die Abkürzung durch genau dieses Gespräch.
Warum steht hier keine Preisliste?
KURZWeil eine Spanne Ihnen nichts sagt. Sie wollen keine Spanne, Sie wollen Ihre Zahl.
Eine Angabe wie „ab so und so viel“ kennt nur eine Richtung. Sie erfahren daraus nicht, ob Ihr Fall am unteren oder am oberen Ende liegt, und Sie merken es erst, wenn Sie schon investiert haben. Ich finde solche Angaben ehrlich gesagt eine Art Werbung, die sich als Information verkleidet.
Der Aufwand, es richtig zu machen, ist klein. Sagen Sie mir in zwei, drei Sätzen, was Sie vorhaben. Dann bekommen Sie eine Zahl statt einer Spanne, und zwar Ihre.
Kurz gesagt: Ein fester Preis ist keine nette Geste. Er ist die Entscheidung, dass das Risiko der Schätzung bei dem liegt, der schätzen kann.
Erzählen Sie mir, was Sie vorhaben: an hallo@wangler.studio oder über das Formular auf der Startseite. Sie bekommen eine Zahl, bevor irgendetwas anfängt.