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Kein Baukasten

Sie haben schon eine. Lohnt sich der Wechsel?

Die meisten, die bei mir anfragen, fangen nicht bei null an. Da ist eine Seite, irgendwann selbst gebaut oder von einem Bekannten, und sie läuft. Die Frage ist also selten „Baukasten oder nicht“, sondern „wechseln oder lassen“. Dieser Beitrag beantwortet die zweite Frage, und zwar auch dann mit Nein, wenn das gegen mein eigenes Geschäft spricht.

Wann das reicht, was Sie haben

Eine Website ist kein Selbstzweck. Sie soll dafür sorgen, dass jemand Sie findet, versteht, was Sie anbieten, und Sie erreicht. Wenn Ihre Seite das tut, ist sie gut genug, unabhängig davon, womit sie gebaut wurde.

Ganz konkret: Wenn Leute anrufen und sagen, sie hätten Sie im Internet gefunden, wenn Sie selbst die Öffnungszeiten ändern können, ohne jemanden zu fragen, und wenn Sie beim Betrachten auf dem Handy nicht zusammenzucken, dann lassen Sie die Seite in Ruhe. Geld, das Sie jetzt in eine neue Seite stecken, bringt Ihnen woanders mehr.

Sechs Zeichen, dass es nicht mehr reicht

Kreuzen Sie an, was auf Sie zutrifft. Die Auswertung darunter läuft mit.

TRIFFT DAS ZU?

Je mehr Haken, desto eher lohnt sich das Nachrechnen.

Ein oder zwei Punkte hat fast jede Seite. Interessant wird es ab drei, und zwar nicht wegen der Zahl, sondern weil sich diese Punkte gegenseitig verstärken: Eine langsame Seite wird auch schlechter gefunden, und eine, an die Sie sich nicht herantrauen, veraltet zusätzlich im Inhalt.

Was Sie mitnehmen können

Die größte Sorge beim Wechsel ist meistens, bei null anzufangen. Das stimmt nicht. Der größere Teil zieht um.

  • BLEIBTIhre Domain. Die gehört Ihnen und ist nicht an den Anbieter gebunden, auch wenn sie dort verwaltet wird. Sie wird umgezogen, nicht ersetzt.
  • BLEIBTIhre Texte und Bilder. Alles, was Sie geschrieben haben, können Sie behalten. Ich schaue es mir an und sage Ihnen, was ich ändern würde.
  • BLEIBTIhre Sichtbarkeit bei Google, wenn der Umzug sauber gemacht wird. Dazu unten mehr, das ist der Punkt, an dem es schiefgehen kann.
  • MUSS NEUDas Aussehen und der Aufbau. Die liegen im System des Anbieters und lassen sich nicht exportieren. Das ist aber selten ein Verlust, sonst würden Sie nicht über einen Wechsel nachdenken.
  • MUSS NEUFormulare, Terminbuchung und alles, was der Anbieter als Funktion mitgeliefert hat. Das wird neu gebaut oder ersetzt.
  • GEHT WEGDie monatliche Gebühr, sobald die neue Seite steht. Das ist der Teil, der die Rechnung über die Jahre dreht.

Was beim Umzug schiefgehen kann

Hier steht das, was in den meisten Angeboten nicht steht. Ein Umzug hat genau drei Stellen, an denen man sich wehtun kann.

Die Adressen der Unterseiten. Wenn Ihre Leistungsseite heute unter ihre-firma.de/leistungen liegt und morgen unter ihre-firma.de/was-wir-machen, dann laufen alle Links, die Google kennt, ins Leere. Deshalb werden alte Adressen entweder übernommen oder dauerhaft auf die neuen umgeleitet. Das ist Handarbeit und der wichtigste Teil des Umzugs.

Die E-Mail-Adresse. Bei vielen Baukästen hängt das Postfach am selben Vertrag wie die Seite. Wird der gekündigt, ist auch die Mailadresse weg, und die steht auf jeder Rechnung und jedem Fahrzeug. Das wird vorher getrennt, nicht nachher.

Der Zeitpunkt der Umschaltung. Die alte Seite bleibt online, bis die neue fertig ist. Umgeschaltet wird an einem Tag, an dem jemand erreichbar ist, und nicht Freitagnachmittag.

Ein Umzug scheitert fast nie am Bauen. Er scheitert an den drei Adressen, an die niemand gedacht hat.

Wie das praktisch abläuft

Sie schicken mir die Adresse Ihrer jetzigen Seite. Ich schaue sie mir an, messe, wie schnell sie lädt, und sehe nach, welche Unterseiten Google von Ihnen kennt. Daraus wird eine Liste der Adressen, die erhalten bleiben müssen.

Danach bekommen Sie ein Angebot mit festem Umfang und festem Preis. Während ich baue, läuft Ihre alte Seite normal weiter. Sie sehen früh etwas Echtes und sagen, was Ihnen nicht gefällt. Am Umschalttag zeigt die Domain auf die neue Seite, die alten Adressen leiten weiter, und der alte Vertrag kann gekündigt werden. Vorher nicht.

Wann ich abrate

Drei Fälle, in denen ich Ihnen sage, dass Sie das Geld nicht ausgeben sollen.

Wenn die Seite erst ein paar Monate alt ist. Dann steckt da frische Arbeit drin, und die Punkte oben treffen selten schon zu. Warten Sie ein Jahr.

Wenn Ihr Geschäft tatsächlich am Funktionsumfang des Anbieters hängt, etwa an einem Shop mit Lagerbestand oder einer Buchung mit Kalenderabgleich. Das lässt sich nachbauen, aber dann reden wir über ein anderes Projekt und eine andere Summe.

Und wenn das Geld gerade knapp ist und Ihre Seite Sie nicht aktiv Kunden kostet. Eine mittelmäßige Seite, die läuft, ist besser als eine gute, für die Sie sich strecken mussten. Das sage ich Ihnen im Gespräch auch, und das Gespräch kostet nichts.

Kurz gesagt: Wechseln Sie nicht, weil ein Baukasten grundsätzlich schlecht ist. Wechseln Sie, wenn Ihre Seite Sie Kunden kostet, und achten Sie dabei auf die alten Adressen.

Schicken Sie mir Ihre jetzige Adresse an hallo@wangler.studio oder über das Formular. Sie bekommen eine ehrliche Einschätzung, auch wenn die lautet, dass Sie nichts ändern müssen. Wer dann baut, ist übrigens derselbe, der sie sich angesehen hat, siehe Ein Ansprechpartner.

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