Lädt sofort
Wie schnell Ihre Seite wirklich ist, und woran es meistens liegt
„Lädt sofort“ ist leicht behauptet. Das Gute ist: Sie müssen es mir nicht glauben, und Sie müssen es auch Ihrem jetzigen Anbieter nicht glauben. Ladezeit ist eine der wenigen Eigenschaften einer Website, die jeder in drei Minuten selbst nachmessen kann, ohne Fachwissen und ohne Konto. Diese Anleitung zeigt, wie, und was danach zu tun ist.
So messen Sie es selbst
- Öffnen Sie pagespeed.web.dev. Das ist Googles eigenes Werkzeug, kostenlos und ohne Anmeldung. Sie geben Ihre Adresse ein und drücken auf Analysieren.
- Schauen Sie auf den Reiter „Mobil“, nicht auf „Desktop“. Die meisten Besucher kommen mit dem Telefon, und dort fallen Probleme zuerst auf. Die Desktop-Note ist fast immer die freundlichere.
- Machen Sie danach den ehrlichsten Test: Ihr eigenes Telefon, mobile Daten statt WLAN, Seite frisch aufrufen. Zählen Sie mit. Was Sie dabei fühlen, ist das, was Ihre Kunden fühlen.
Den dritten Schritt lassen die meisten aus, und er ist der wichtigste. Ein Messwert sagt Ihnen, wie schlimm es ist. Das Gefühl im Keller mit einem Balken Empfang sagt Ihnen, ob jemand bleibt.
Was die drei Werte bedeuten
Google misst drei Dinge, die zusammen beschreiben, wie sich eine Seite anfühlt. Die Namen sind sperrig, die Fragen dahinter sind einfach.
Der dritte Wert ist der, den man am ehesten kennt, ohne ihn benennen zu können: Sie wollen auf einen Link tippen, im selben Moment lädt ein Bild nach, alles rutscht nach unten, und Sie haben etwas anderes erwischt. Das ist CLS. Es entsteht, wenn im Code nicht steht, wie groß ein Bild wird, bevor es da ist.
Warum die Note nicht alles ist
Oben in der Auswertung steht eine Zahl zwischen 0 und 100. Die ist nützlich, aber sie ist nicht das Ziel. Eine Seite mit 100 Punkten, auf der niemand Ihre Telefonnummer findet, ist eine schlechte Seite.
Zwei Dinge sollten Sie außerdem wissen. Erstens wird die Note in einem simulierten Test erzeugt, mit einem gedrosselten Gerät und gedrosselter Leitung. Das ist absichtlich streng. Zweitens zeigt Google darüber, falls vorhanden, auch echte Daten von echten Besuchern. Kleine Seiten haben dafür oft zu wenig Verkehr, dann steht dort nichts. Das ist kein Fehler.
Die Note ist ein Hinweis. Ihr Telefon auf mobilen Daten ist das Urteil.
Bringt das überhaupt etwas bei Google?
Ja, aber nicht so viel, wie oft behauptet wird. Google bezieht diese Werte in die Bewertung ein und sagt selbst dazu, dass sie schwächer wiegen als Inhalt und Passung. Wer zu einer Suche die beste Antwort hat, steht auch mit einer trägen Seite weit oben. Wer sie nicht hat, rutscht durch Tempo allein nicht nach vorn.
Der größere Effekt läuft über die Besucher selbst. Wer wartet, geht zurück und klickt das nächste Ergebnis an. Das passiert bei einem Handwerksbetrieb selten tausendfach, sondern vielleicht fünfmal die Woche. Fünf Anrufe pro Woche sind für einen Betrieb aber kein statistisches Rauschen, sondern der Unterschied zwischen einem guten und einem mittelmäßigen Monat.
Anders gesagt: Machen Sie Ihre Seite nicht für Google schnell. Machen Sie sie für den Mann schnell, der im Keller steht und Ihre Nummer sucht. Google merkt das dann von allein.
Der häufigste Grund: die Bilder
Wenn ich mir die Seite eines Betriebs ansehe und sie lädt langsam, liegt es in den allermeisten Fällen nicht an exotischer Technik. Es liegt an Fotos, die so hochgeladen wurden, wie sie aus dem Telefon kamen.
Ein Foto von einem aktuellen Handy hat schnell vier Megabyte. Auf der Seite wird es dann auf Briefmarkengröße angezeigt, aber heruntergeladen wird es vollständig, in voller Größe, von jedem Besucher. Zum Vergleich: Die gesamte Startseite dieser Website wiegt beim Übertragen 25 Kilobyte. Ein einziges unbearbeitetes Foto ist also gut hundertfünfzigmal so schwer wie eine ganze Seite.
Was ein Bild richtig macht, sind drei Dinge: die passende Größe statt der Originalgröße, ein modernes Format, und eine Angabe im Code, wie groß es wird. Das Letzte kostet nichts und verhindert genau das Herumspringen von oben.
Die anderen üblichen Verdächtigen
Wenn es nicht die Bilder sind, ist es fast immer etwas, das von einem fremden Server nachgeladen wird:
- Eine eingebettete Karte. Eine Google-Karte auf der Kontaktseite bringt ein ganzes Programm mit. Ein Bild der Umgebung mit einem Link „Route planen“ tut dasselbe und wiegt fast nichts.
- Ein eingebettetes Video. Auch wenn niemand auf Abspielen drückt, wird der Abspieler geladen.
- Schriften von einem fremden Anbieter. Auf dem eigenen Server liegen sie schneller da und brauchen keine Einwilligung.
- Chat-Fenster, Bewertungs-Widgets, Besucherzähler. Jedes davon ist ein eigener Download, bevor Ihr erster Satz zu lesen ist.
Was Sie ohne Neubau sofort verbessern können
Falls Ihre Seite in einem Baukasten liegt und Sie sie behalten wollen, hier drei Dinge, die Sie heute selbst tun können und die am meisten bringen.
- Die drei größten Bilder ersetzen. Verkleinern Sie die Originale auf die Breite, in der sie wirklich erscheinen, meistens rund 1.600 Pixel, und laden Sie sie neu hoch.
- Alles entfernen, was niemand benutzt. Der Chat, den nie jemand öffnet. Die Bildergalerie mit vierzig Fotos vom Sommerfest 2019.
- Die eingebettete Karte gegen einen Link tauschen. Das spart oft mehr als alles andere zusammen und nimmt Ihnen nebenbei einen Grund für den Cookie-Banner.
Danach messen Sie noch einmal. Wenn sich nichts Wesentliches tut, liegt es nicht an Ihren Inhalten, sondern am System darunter. Ob sich ein Wechsel dann lohnt, steht in Sie haben schon eine Baukasten-Seite. Was jetzt?
Kurz gesagt: Messen Sie mobil, glauben Sie Ihrem eigenen Telefon, und fangen Sie bei den Bildern an. Das kostet Sie einen Nachmittag und keinen Cent.
Wenn Sie wollen, schaue ich mir Ihre Seite an und sage Ihnen, woran es liegt: hallo@wangler.studio oder das Formular. Das ist keine Verkaufsveranstaltung, und es kostet nichts, siehe Fester Preis.