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Von Hand gebaut

Warum ich Websites schreibe, statt sie zusammenzuklicken

„Von Hand gebaut“ steht bei mir auf der Startseite, und es klingt nach Handwerkerromantik. Ist es nicht. Es ist eine technische Entscheidung, und sie hat vier Folgen, die Sie als Betrieb direkt merken: wie schnell die Seite auf dem Handy da ist, ob Sie einen Cookie-Banner brauchen, was sie im Jahr kostet und ob Sie sie mitnehmen können, wenn Sie den Anbieter wechseln wollen.

Was ein Baukasten mitliefert, das niemand bestellt hat

Ein Baukasten ist ein Programm, das Websites erzeugt. Damit es für alle passt, muss es alles können: Terminbuchung, Onlineshop, Bildergalerie, Newsletter, Animationen, mehrsprachige Menüs. Sie klicken ein Element an, und im Hintergrund landet nicht nur dieses Element auf Ihrer Seite, sondern auch der Teil des Programms, der es verwaltet. Dazu kommt die Grundausstattung, die das System immer mitbringt.

Das Ergebnis ist eine Seite, die die Arbeit von Bausteinen mitschleppt, die Sie nie verwendet haben. Ihr Besucher lädt sie trotzdem. Sein Browser kann ja nicht ahnen, dass die Terminbuchung bei Ihnen gar nicht befüllt ist.

Wenn ich eine Seite schreibe, ist es umgekehrt. Auf der Seite steht nur, was drauf soll. Kein Baustein-Verwalter, keine Vorlage für einen Shop, den es nicht gibt, keine Bibliothek für Effekte, die Sie nicht wollten.

BAUKASTEN
System, Vorlagen und Module, die Sie nicht benutzen
VON HAND
Ihre Inhalte alles andere
Schematisch, nicht gemessen: Die Größenverhältnisse hängen vom Anbieter und von der Seite ab. Der Punkt ist das Verhältnis, nicht die Zahl.

Eine Funktion, die niemand bestellt hat, lädt trotzdem jeder Besucher.

Warum das zuerst auf dem Handy auffällt

Am Schreibtisch merkt man den Unterschied oft nicht. Schnelles WLAN, ein Rechner, der seit zwei Jahren nichts Schwereres zu tun hatte als Mails. Da laden beide Seiten gefühlt sofort.

Unterwegs sieht es anders aus. Auf dem Weg zum Termin, ein Balken Empfang, ein Telefon, das drei Jahre alt ist. Jetzt zählt jede Datei einzeln, und Programmcode zählt doppelt: Er muss nicht nur geladen, sondern danach auch ausgeführt werden. Das erledigt der Prozessor im Telefon, nicht die Leitung. Genau da verliert eine Seite, die ein ganzes Baukastensystem mitbringt, die Sekunden, in denen jemand entscheidet, ob er bleibt.

Ein Beispiel, das Sie selbst nachprüfen können. Diese Seite hier:

  • 25 Kilobyte wiegt die Startseite von wangler.studio beim Übertragen. Das ist der ganze Text, das ganze Layout, alle Farben.
  • Vier weitere Dateien kommen dazu: zwei Schriften, eine Stildatei für die Schriften, ein Skript.
  • Gut drei Kilobyte misst dieses eine Skript. Es macht genau eine Sache: das Kontaktformular abschicken, ohne dass die Seite neu lädt.

Mehr ist nicht da. Beim zweiten Besuch liegen die Schriften schon im Browser, dann bleibt fast nur noch die Seite selbst. Das ist kein Kunststück. Es ist das, was übrig bleibt, wenn man nichts einbaut, das keinen Zweck hat.

Ein Cookie-Banner ist keine Pflicht, die vom Himmel fällt. Er ist die Folge davon, dass eine Seite auf dem Gerät des Besuchers etwas ablegt oder ausliest, was für den Betrieb der Seite nicht nötig ist. Dafür braucht es eine Einwilligung, und die holt man sich mit einem Banner.

Baukästen bringen solche Dinge oft von sich aus mit: eine eingebaute Besucherstatistik, Schriften, die von einem fremden Server nachgeladen werden, ein eingebettetes Video, ein Chat-Fenster. Jedes Stück davon ist für sich harmlos. In Summe führt es dazu, dass das Erste, was Ihr Besucher sieht, eine Frage nach seiner Erlaubnis ist.

Wer die Seite selbst schreibt, entscheidet diese Punkte einzeln. Die Schriften dieser Seite liegen auf meinem eigenen Server, nicht bei einem Anbieter in den USA. Eine Besucherstatistik läuft hier nicht. Ich bin kein Anwalt, aber die Regel dahinter ist schlicht: Was gar nicht erst gesetzt wird, muss auch niemand erlauben.

Was passiert, wenn Sie wechseln wollen

Dieser Punkt fällt erst Jahre später auf, und dann richtig. Eine Seite im Baukasten ist kein Gegenstand, den Sie besitzen. Sie ist ein Zustand in einem fremden System. Der Export, den viele Anbieter haben, gibt Ihnen in der Regel Ihre Texte und Bilder zurück, nicht die Seite. Das Aussehen, der Aufbau und das Verhalten liegen im Programm des Anbieters und bleiben dort.

Solange alles gut läuft, spielt das keine Rolle. Es spielt eine Rolle, wenn der Preis steigt, wenn eine Funktion eingestellt wird, oder wenn Sie einfach jemand anderen wollen. Dann fangen Sie wieder von vorn an.

Eine von Hand gebaute Seite besteht aus Dateien. Die liegen auf einem Server, und sie funktionieren auch auf einem anderen. Domain, Zugänge und Dateien gehören Ihnen. Das ist bei mir kein Entgegenkommen, sondern der Normalzustand. Ob ich die Seite danach weiter pflege, ist eine getrennte Frage.

Was das über die Jahre kostet

Ehrlich gerechnet: Von Hand gebaut kostet am Anfang mehr. Ein Baukasten-Konto ist in einer Stunde eingerichtet, meine Arbeit dauert länger und wird bezahlt.

Die beiden Modelle unterscheiden sich aber nicht nur in der Höhe, sondern in der Form.

BAUKASTEN

Monatlich, solange die Seite steht. Auch in den Jahren, in denen Sie sie nicht anfassen. Hört die Zahlung auf, ist die Seite weg.

VON HAND

Einmal im Bau, danach das Hosting. Für eine Seite dieser Größe ist das sehr wenig. Pflege nur dann, wenn Sie sie wollen.

Wo sich die beiden Rechnungen kreuzen, hängt an Ihrem Anbieter und an der Laufzeit. Erfahrungsgemäß ist es keine Frage von zehn Jahren.

Bei mir steht der Preis vorher fest, schriftlich, mit klarem Umfang. Warum ich das so mache und wer dabei das Risiko trägt, steht in Fester Preis.

Wann ein Baukasten trotzdem die richtige Wahl ist

Es gibt diese Fälle, und ich sage sie lieber, als so zu tun, als gäbe es sie nicht. Wenn Sie für ein Fest eine Seite brauchen, die im Herbst wieder weg ist. Wenn Sie eine reine Visitenkarte wollen, sie selbst zusammenklicken möchten und Spaß daran haben. Oder wenn gerade wirklich kein Geld da ist. Dann ist ein Baukasten besser als keine Seite.

Sobald die Website aber Kunden bringen soll, sobald sie Jahre halten muss und sobald Leute sie unterwegs öffnen, kippt die Rechnung. Dann bezahlen Sie monatlich dafür, Besucher mit Ballast zu beliefern, den Sie nie bestellt haben, und besitzen am Ende nichts davon.

Kurz gesagt: „Von Hand gebaut“ heißt nicht, dass ich es schöner finde. Es heißt, dass auf Ihrer Seite nur das steht, was Sie brauchen, und dass sie Ihnen gehört.

Sie überlegen, Ihre Seite neu bauen zu lassen? Schreiben Sie mir an hallo@wangler.studio oder über das Formular auf der Startseite. Ich schaue mir an, was Sie gerade haben, und sage Ihnen, was ich davon halte. Auch dann, wenn die Antwort lautet, dass Sie nichts ändern müssen.

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